Oder: „Sag mal warum nennst Du Sie den Büchse“
Es war eher bewölkt und der Wind stand auf Nordwest, nicht gerade mein bevorzugtes Flugwetter! Aber wenn ein älterer und viel besserer Pilot sagt, dass er mit dem Tandem rausgeht sollte auch für das Greenhorn was zu machen sein! So legten wir unsere Schirme aus und ich musste mir anhören, dass ich ihn als Windboje missbrauchen wolle, also so was! Pandora hatte sich in der Zeit modisch und ausrüstungsmässig auf den nötigen Stand gebracht.
Danach legten die beiden ein Traumstart hin!
Als ich dann die beiden nach meinem Start in der Luft suchte fand ich sie nach einigem Suchen am Boden. Das ist natürlich doof, vor allem wenn es der erste Flug ist! Ich schraubte mich also runter mit der Idee die beiden mit meinem Wagen nochmals hochzustellen (sein Wagen war ja schon oben). Manchmal hat man halt Schwein, eine Flugschule nahm uns netterweise mit. Wir quatschten gemütlich und plötzlich fragte mein Kumpel: „Sag mal, warum nennst du sie denn Büchse?“ Auf Pandoras Stirn könnten man ganz deutlich, „in die Kanne wegen Spitzverhuntzung“ lesen. Nach ein paar Erklärungen kam dann raus, das mein Kumpel in jüngeren Jahren bei der Techumania Bernensis ein und ausgegangen war. Aufs in die Kanne steigen verzichtete er trotzdem (Couleurflieger Regel Nr. 1: Trinke NACH dem fliegen!).
Oben angekommen kamen wir alle noch in den Genuss eines zweiten Fluges. Und was für einer! Wir blieben über eine Stunde oben und Pandora zählt seither das Steig-Piepen eines Varios zu ihren Lieblingsgeräuschen. Irgendwann wollten wir dann runter aber wie der Jura halt so ist, wenn es mal trägt dann trägt es. Ich persönlich beende meine Spiralen gerne spätestens auf Baumwipelhöhe, keine Chance dann ging es gleich wieder nach oben! Irgenwann hatte ich meinen Ion dann trotzdem unten. Mit dem Tandem war das ganze noch eine Spur härter, aber mit seiner Erfahrung brachte mein Kumpel beide wieder auf den sicheren Boden.

Ein fliegender Fuxe scheint gefallen am ganzen Gefunden zu haben 😀
\Xenon




